Grünes Blattgemüse ist als Lebensmittel kaum zu schlagen. Egal, ob Vitamine, Mineralien oder sekundäre Pflanzenstoffe: Grünes Blattgemüse spielt im Gehalt solcher gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffe immer in der obersten Liga. Und dabei ist es gar nicht so wichtig, ob es sich nun um Grünkohl, Mangold, Spinat, Salate aller Art, Sellerie- oder Kohlrabiblätter, Möhrengrün, Löwenzahn oder noch etwas anderes handelt.
Vor allen Dingen sind grüne Blattgemüse für vegan essende Menschen auch eine hervorragende Kalziumquelle. Daher sollte für jede Veganerin und jeden Veganer jeden Tag irgendetwas Grünblättriges auf dem Speiseplan stehen. (Nachtrag 9.7.2013: Andererseits gibt es für uns vegan Essende auch keinen Grund, sich wegen des Kalziums verrückt zu machen. Da wir anteilsmäßig weniger schwefelhaltige Aminosäuren zu uns nehmen, die über aus den Knochen ausgelagertes Kalzium ph-neutralisiert werden müssen, haben wir einen wesentlich geringeren Kalziumbedarf. Für einen gesunden Kalzium-Stoffwechsel ist in unseren Breitengraden meist eine ausreichende Versorgung mit dem Sonnenvitamin D viel wichtiger als die reine Kalziumzufuhr.)
Nun will man sich vielleicht nicht jeden Tag Salat oder Gemüse zubereiten und bestimmtes Blattgemüse wie Sellerieblätter schmeckt auch weder roh noch gegart besonders prickelnd.
Eine hervorragende und wohlschmeckende (süße) Alternative, um viel Blattgrün aufzunehmen, besteht in grünen Smoothies. Gerade im Sommer können sie eine durch und durch vitalisierende Erfrischung sein, die einen im Gegensatz zu künstlichen sogenannten Energydrinks voller Koffein und Zucker einen echten, natürlichen und nachhaltigen Kick geben kann.
Es gibt soviele Quellen zu grünen Smoothies, sowohl online als auch in Buchform, dass ich gar nicht näher ausführen möchte, wie man sie zubereitet. Das Prinzip ist immer gleich, man nimmt zwei Sorten Obst und ein bis zwei Sorten grüne Blätter und püriert alles zusammen mit ein paar Dezilitern Wasser im Standmixer ordentlich durch. Mindestens eine der Obstsorten sollte so gewählt sein, dass sie nach dem Pürieren zu einer sämigen Konsistenz des Smoothies beiträgt. Optimal sind z.B. Bananen, aber auch Aprikosen, Nektarinen, Pfirsiche, Kiwis oder ähnliches. Die Kombination aus z.B. Beeren und Apfelsinen hingegen wäre nicht gerade geeignet.
Das Interessante am Ergebnis ist nun, dass der grüne Smoothie eigentlich immer nur nach dem Obst schmeckt, während der Geschmack des Blattgrüns eher in den Hintergrund tritt.
In vielen Quellen zu grünen Smoothies wird nun empfohlen, sich besonders leistungsstarke Standmixer zuzulegen. Meist werden sogar ein bis zwei bestimmte Marken genannt. Informiert man sich dann etwas näher, stellt man fest, dass entsprechende Geräte nicht unter 500 Euro zu haben sind.
Deshalb will ich hier alle, die es mal mit grünen Smoothies probieren wollen, ermutigen, dies erst mal mit einem handelsüblichen Gerät auszuprobieren. Muss man sich erst noch eines zulegen, lohnt es sich, eher auf die maximale Umdrehungszahl statt auf die reine Leistung in Watt zu achten.
Nachfolgend ist das Gerät abgebildet, dass mir nun schon seit über einem Jahr treue Dienste bei der Herstellung grüner Smoothies (und natürlich auch anderer Suppen, Saucen, Säfte und Pürees) leistet und deutlich unter 100 Euro (neu) erhältlich war:
Die im Bild zu sehende "Turbo"-Taste hat sich für die grünen Smoothies dabei sehr bewährt: Sie kommt immer zum Einsatz, wenn schon alle Zutaten zu einem einigermaßen homogenen Püree geworden sind und sorgt dann dafür, dass noch vorhandene kleinere Obststücke und Blattteile sich noch weiter auflösen und damit Bestandteil einer einzigen grünen, sämigen Flüssigkeit werden.